Shikra 125
Erstmals nach dem Fertigungslauf der legendären AWO im Jahr 1961 stellten die Suhler Fahrzeugbauer seit 1998 wieder ein echtes Motorrad mit Viertaktmotor her.
Mit dem Modell Shikra -benannt nach einem nordischen Greifvogel- schaffte das Werk den Einstieg in die 125-ccm Klasse.
Ganz große Erwartungen setzte man in Suhl auf das neue 125-ccm-Motorrad »Schikra« mit Honda-Viertakt-Motor (Lizenzbau in Taiwan).
Hier war Simson auf die nur neun Monate Entwicklungszeit und die im Schleudergussverfahren hergestellten Heckträger und Tanks zu Recht stolz. Aber die tolle 125er mit Gitterrohr-Brückenrahmen und Zentralfederbein kam spät und konnte wegen Zuliefererproblemen erst zum Saisonende ab Herbst 1998 an die Kundschaft geliefert werden und das war ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um eine neue Maschine einzuführen.
Technische Probleme mit Motor und Fahrwerk, teilweise mit Rückrufaktionen verbunden und schleppender Verkauf führte zu Einstellung der Produktion.
Produktionszeit: 1998-2000
Stückzahl: k.A.
Motor: 1 -Zylinder-4-Takt
Kühlung: Fahrtwind
Hubraum: 124
Bohrung x Hub: 56,5 x 49,5
Verdichtung: 9:1
Leistung: 15 PS / 8500/min ab 1999 13,6 PS bei 9500u/min
Vergaser: PD2 / Sheng Wey
Zündung Zündelektronik
Kupplung: Mehrscheiben/Ölbad
Getriebe: 5 Gänge
Rahmen Gitterrohr-Brückenrahmen
Federung vorn: Teleskopgabel
Federung hinten: Zentralfederbein
Reifen vorn: 110-70/17
Reifen hinten: 130-70/17
Bremse vorn: Scheibe
Bremse hinten: Scheibe
Leergewicht: 118 kg
Tankinhalt: 18 Liter
Höchstgeschw.: 110 km/h
Neupreis: DM 6840,-
Quelle:
Rönnicke:DDR Motorräder
Von der Wende bis zum Ende






